Was ist Karate?

Allgemein

Karate ist auch lediglich ein Oberbegriff für viele so genannte Stilrichtungen. Alleine in Deutschland gibt es 17 anerkannte Karate Stilrichtungen. In unserer Gruppe wird die Stilrichtung AKS ausgeübt. Nun haben wir aber noch nicht beantwortet, was Karate eigentlich beinhaltet....
Karate (jap. leere Hand bzw. ohne Waffen in den Händen) ist eine Kampfkunst, deren Geschichte sich sicher bis ins Okinawa des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt. Inhaltlich wird Karate durch waffenlose Techniken charakterisiert, vor allem Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken sowie Fußfeger. Recht hoher Wert wird meistens auf die körperliche Kondition gelegt, die heutzutage insbesondere Beweglichkeit, Schnellkraft und aerobe Belastbarkeit zum Ziel hat.
Die Abhärtung der Gliedmaßen u.a. mit dem Ziel des Bruchtests (jap. Tamashiwari), also des aus Film und Fernsehen bekannten Zerschlagens von Brettern oder Ziegeln, ist heute weniger populär, wird aber von Einzelnen immer noch enthusiastisch betrieben. Nun, bei uns werden jedenfalls keine Bruchtests gemacht. Nur die Nerven der Trainer werden manchmal an Ihre Belastungsgrenze gebracht...grins...
Diese Definition (von Wikipedia) ist ja zugegebenermaßen etwas dröge. Deshalb hier einige weitere grundsätzliche Informationen, auch wenn sie unbequem sein mögen: Man lernt keine Kampfkunst in einem halben Jahr! Das wäre zwar praktisch, klappt aber leider nicht. Also, egal was Hochglanzbroschüren versprechen, man muss jetzt sehr tapfer sein, denn die Wahrheit ist leider grausam!

Ist Karate eigentlich teuer?

Nein. Neben dem Vereins- und Spartenbeitrag benötigt man lediglich einen Gi (Karateanzug). Den Gi kann man sich folgendermaßen vorstellen: Bestehend aus weißer Hose und Jacke, ziemlich weit und bequem geschnitten, sowie einem Obi (Karategürtel) damit die Jacke nicht dauernd aufgeht. Neben der Aufgabe die Jacke zusammen zu halten gibt es den Gürtel noch in verschiedenen Farben. Nun können sie sich den Gürtel allerdings nicht nach ihrer Lieblingsfarbe aussuchen, sondern er zeigt den Reifegrad des Karateka an. Es gibt bis zum ersten schwarzen Gürtel neun verschiedene Schülergrade (Kyu). Bevor es also mit dem schwarzen Gürtel auf die Matte geht, müssen weiß, gelb, orange, grün, blau, violett und letztlich drei Mal braun in Prüfungen bestanden werden.

...und wann bekomme ICH den schwarzen Gürtel??  

Die erste Möglichkeit wäre es, sich im Fachhandel einen zu kaufen. Die zweite und mühsamere Variante ist, viel und ernsthaft zu trainieren und mittels einer Prüfung, bei einem lizenzierten Prüfer des DKV, die Berechtigung für den nächsten Schülergrad zu erwerben. Wenn man dann alle Farben durch hat, rückt der schwarze Gürtel in greifbare Nähe, und man kann sich der Prüfung zum Dan (Schwarzgurt) stellen. Nun kommt die nächste grausame Wahrheit: Bis es soweit ist hat man wahrscheinlich etwa 8 bis 15 Jahre hartes Training hinter sich.
Nach der Prüfung gehört man zu den sogenannten Dan Trägern! Gratulation! Einen Nachteil hat das Ganze allerdings, von nun an darfst Du zwar höheren Danträgern auch noch jede Menge Fragen stellen, Du musst aber allen unter Dir Graduierten auch schon eine Menge Antworten geben können. Kleiner Tipp: Einfach alles merken, was Du in der bisherigen Karate-Laufbahn gelernt hast. Wenn Du glaubst, jetzt am Ende angekommen zu sein, müssen wir Dich schon wieder enttäuschen. Nachdem den 9 Farbgurtprüfungen und als stolzer Eigentümer des ersten schwarzen Gürtels geht es erst richtig los. Es gibt insgesamt 10 Dangrade!
Nun, irgendwie schon seltsam, dass es Leute gibt, die sich solange mit einer Sportart beschäftigen. Muss wohl an der Faszination dieser Kampfkunst liegen........
Es gibt natürlich auch Einige, die sich nicht anstecken lassen.